
© Julia Grillmayr; Foto © Lonni Weichsel
In Wien habe ich die Kulturwissenschaftlerin Julia Grillmayr die u.A. über ihren Podcast https://superscience.podigee.io/ bekannt ist und sich immer wieder mit Tieren in Literatur, Science Fiction und Philosophie auseinander setzt.…

Am Zeiss Planetarium in Bochum haben wir ein Interview mit Frau Dr. Hüttemeister über die Entstehung des Sonnensystems und die Entstehung des Lebens gesprochen.…
Aus dem Text:
„Was ist der Mensch – im Verhältnis zum Tier? Evolutionsbiologisch betrachtet sind wir Menschen am Baum des Lebens nicht die Krone, sondern nur ein kleines Äst- chen. Von den Tieren sind wir nicht durch einen großen Graben getrennt – bei Menschen und Tieren handelt es sich nur um zwei (bzw. um viele) Äste desselben Baums. Tiere (und Pflanzen) gehören zu unserer Verwandtschaft. Der Mensch ist nicht nur ein soziales Wesen, sondern ein „biosoziales“ Wesen3. Menschen sind eine (ganz spezielle) Spezies unter anderen (ganz speziellen) Spezies.“ …
Gefühle: Tiere haben Gefühle. Wissenschaftliche Aussagen von Verhaltensbiologen über die Gefühle von Tieren stützen sich zum einen auf die Messung von Stresshormonen, zum anderen auf Beobachtungen des Verhaltens. Als Verhaltensindikatoren für das Unwohlsein von Tieren gelten mangelnde Nahrungsaufnahme, Apathie, Vernachlässigung der Körperpflege, Leerlaufbewegungen, Bewegungsstereotypien. In bedrohlichen Situationen zeigen unterschiedliche Arten von Säugetieren sogar identische Angst-Reaktionen: Herzrasen, tiefere Atmung, Stresshormone, Furchtgesicht. Als Indikatoren des Wohlbefindens können gegenseitiges Lecken, Kraulen und Kuscheln beobachtet werden. Aber auch Laute, die Tiere von sich geben, sind Zeichen ihres Wohlbefindens. Ratten etwa „lachen“ bzw. pfeifen, wenn sie gekitzelt werden, und lassen sich gerne kitzeln. Alle Säugetiere spielen gern, auch viele Vogelarten, sogar auch einige Fische sowie einige wirbellose Tiere, z.B. Feldwespen.
Denken: Alle Tiere lernen, d.h. sie verändern ihr Verhalten aufgrund von eigenen Erfahrungen oder sie lernen von anderen: Bei Makaken wurde beobachtet, wie sie voneinander die „Kultur“ des Kartoffelwaschens lernten. „Kulturell“ bedingt ist auch das Bauen von Sonnendächern bei Orang-Utans oder die Verwendung von Blättern als Handschuhe. Viele Tiere denken, d.h. sie lösen Probleme nicht nur durch Versuch und Irrtum, sondern auch durch Einsicht, Erkenntnis und Plan. So verwenden etwa nicht nur Menschenaffen Werkzeuge, sondern auch Seeotter und Del- fine, auch Raben und Papageien. Manche Tiere haben ein Bewusstsein ihrer selbst, d.h. sie können sich z.B. im Spiegel erkennen: Menschenaffen, Elefanten, Delfine, Elstern….
Verhalten: … Denn die so neu wahrgenommenen Tierpersönlichkeiten mit ihren individuellen Charakteren zeigen dauerhaft unterscheidbares Verhalten – und dies gilt nicht nur für Schimpansen, Elefanten und Delfine, sondern auch für Singvögel, Fische, Reptilien und Insekten. Blattkäfer sind etwa unterschiedlich mutig oder zögerlich, wenn eine neue Umgebung erkundet werden muss….
ABER: Auch unter Tieren gibt es Gewalt, Vergewaltigung, Kindstötung (Löwen) und Kriege (Schimpansen). Der Mensch im Tier – das bedeutet auch: „Die ‚besseren Menschen‘ sind die Tiere nicht!“ …
Nach der neuen ökologischen Lesart derselben Schöpfungsgeschichten der Bibel ist der Mensch …
Zitate aus dem Buch:
Paul Valéry:
„Das Bedürfnis der Prostitution habe keine menschliche Tänzerin jemals so hinreißend auszudrücken gewusst wie jene große Meduse, die mit stoßweisen, gleitenden Bewegungen ihre flutenden, üppig gesäumten Röcke, die sie seltsam herausfordernd und unkeusch immer wieder hochnimmt, zum Traum aus den Reichen des Eros sich wandelt -; um plötzlich, all die flatternden Fabeln, ihre Gewänder aus zerschnittenen Lippen weit zurückschlagend, umzustürzen undszch zur Schau zu stellen, fürchterlich offen.“
George Romanes
„Es sei daran erinnert, dass unsere menschliche Verfassung nicht dermaßen aus dem Lot ist, dass das rationale Bedürfnis, etwas zu wissen, inkompatibel sei mit dem emotionalen Impuls, etwas zu bewundern.“
Studie „Degeneration“ 1880, Ray Lancaster
„Jede neue Konstellation von Bedingungen, die es einem Tier sehr leicht macht, an Nahrung zu kommen und Sicherheit zu erlangen, scheint in aller Regel zur Degeneration zu führen; gerade so, wie es manchmal geschehen kann, dass ein aktiver, gesunder Mann degeneriert, wenn er plötzlich in den Besitz eines großen Vermögens kommt; oder wie Rom degenerierte, als es in den Besitz der Reichtümer der antiken Welt kam. Die Gewohnheit des Parasitisimus wirkt eindeutig in dieser Weise auf die tierische Organisation. Ist das parasitäre Leben erst einmal gesichert, gehen Beine, Kiefer, Augen und Ohren dahin; aktive hochbegabte Krabben, Insekten und Ringelwürmer können zu einem bloßen Sack werden, der Nahrung absorbiert und Eier legt.“…


Zur Buch-Erscheinung im NRW Forum Düsseldorf. Mit Verena Meis und Kathrin Dreckmann.


Midjourneys Version von einer aus Pappe gebauten Wolfsfigur. Selbst die Werkstatt ist artifiziell.




Ich habe die K.I. Midjourney gebeten einige Vorschläge für die Puppe Gaia zu machen.






Die Qualle in biologischen, theaterwissenschaftlichen, medienkulturwissenschaftlichen und kuratorischen Kontexten.…
Heute hatten wir unser spannendes digitales Interview mit Dr. Jamileh Javidpour von Det Naturvidenskabelige Fakultet, Biologisk Institut, Associate Prof. Ecology section über Quallen und das GoJelly Projekt.

„wir sind jetzt jetzt an der Schwelle zu einemZeitalter,das ich das „Eremozoikum“ genannt habe, das Zeitalter der Einsamkeit.“ Edward O. Wilson über Artenvielfalt, Ameisen und Menschen
https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/9236855…
Heute hatten wir unser spannendes Interview mit Dr. Martin Sorg vom Entomologischen Verein Krefeld über Artenvielfalt und den drastischen Rückgang der Populationen dem „Bioferno“ (Dr. Martin Sorg).

Big LOVE: „Tardigadius Blaues Hausius“ am 8.3.2023. Fundort: Krefeld Hüls

Foto,oben: Kamera: 5D, Foto, Mikroskop: Bresser: 10x
Kamera 5D. Video. Aufgenommen in 1080P, beschnitten auf 720P…
Eine komplette Seite aus Deutschland zum Thema.
https://baertierchen.de/main.html…
https://royalsocietypublishing.org/doi/full/10.1098/rspb.2014.0210
Niederländische Wissenschaftler haben ein Hamsterrad in die Natur gestellt und beobachtet, wer es nutzt. Verschiedenste Spezies nutzten es einfach zum Spaß.

Die Staatsquallen (Siphonophorae) sind eine Ordnung stockbildender und freischwimmender Nesseltiere der Klasse der Hydrozoen, deren Stöcke aus je Hunderten bis Tausenden von Polypen bestehen.
Die Einzeltiere des Stocks sind so hochspezialisiert und vielgestaltig, dass sie fast als Organe eines einzigen Organismus betrachtet werden können. So gibt es Fresspolypen (Gastro-/Autozooide), Tastpolypen, Wehrpolypen (Dactylozooide), Geschlechtspolypen (Gonozooide) und Deckpolypen (Phyllozooide) sowie die obere Schwimmboje (Pneumatophor) und zahlreiche Schwimmglocken (Nectophoren).
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